Artikel mit dem Tag 'Veranstaltung'
In eigener Sache, Wissenschaft »
Das Denkfest, welches vom 8. bis 11. September im Volkshaus Zürich über die Bühne geht, rückt langsam näher. Zeit, in einer kleinen Serie die einzelnen Programmpunkte vorzustellen.
Zum Auftakt eine Übersicht der «Wissenschaft topaktuell»-Vorträge. Von Freitag bis Sonntag, also vom 9. bis zum 11. September, stellen jeweils nach der Mittagspause drei prominente, in der Schweiz tätige ForscherInnen ihr Spezialgebiet vor.
Ueli Straumann ist Ordinarius für Experimentalphysik an der Universität Zürich. Er vertritt die schweizerischen Wissenschaftler im Cern-Rat und ist Vorsitzender des Collaboration Boards des Large Hadron Collider-Experiments LHCb am Cern.
Ueli Straumann erklärt Begriffe wie Quarks, Leptonen, Antimaterie und Higgs und geht der Frage nach, wo die Grenzen der wissenschaftlichen Erkenntnis über den Aufbau der Materie und des beobachtbaren Universums liegen.
Gretchenfrage »
Das Denkfest, welches vom 8. bis 11. September in Zürich stattfindet, kann mit einer neuen Attraktion aufwarten: Eine Auswahl der diesjährigen Miss USA-Kandidatinnen wird zu Gast sein.
Genau genommen schicken die Kandidatinnen eine Stellvertreterin – und zwar alle dieselbe: Cristina Rad, die auf Youtube unter dem Namen ZOMGitsCriss bloggt.
In ihrem neusten Beitrag nimmt Cristina Rad die Kandidatinnen und ihre Antworten auf die Frage, ob Evolution in der Schule gelehrt werden solle, auf die Schippe und parodiert sie stilecht. Ganz nebenbei kriegen auch noch Bill O’Reilly und Sarah Palin eine Breitseite ab.
Das Video ist weitaus sehenswerter als 51 Miss USA-Anwärterinnen.
Cristina Rad zeigt sich normalerweise nur ihrer eigenen Kamera. Nicht so am Denkfest: Da ist die Rumänin zum Auftakt zu sehen, am Donnerstagabend, dem 8. September, um 18 Uhr – zusammen mit den BloggerInnen Ali Arbia (CH), Florian Freistetter (D), Hayley Stevens (UK), Julia Offe (D), Lars Fischer (D) und Marko Kovic (CH). Sie alle nehmen am Podium zum Thema «Skeptic …
Politik, Wissenschaft »
Der European Council of Skeptical Organisations (ECSO) organisiert im Schnitt alle zwei Jahre einen Europäischen Skeptiker-Kongress, der diesjährige Kongress ging vom vergangenen Freitag bis Sonntag in Budapest über die Bühne. Eine Rückschau.
Zwei Themenbereiche überwogen: wie Fragestellungen wissenschaftlich sauber untersucht werden können und wie auf allerlei Quacksalbereien reagiert werden soll. Gábor Szabó, Physiker und Rektor der ungarischen Universität Szeged, nahm sich zum Einstieg der Lichttherapie an. Er zeigte auf, dass Zellkulturen verschieden auf unterschiedliche Lichtwellen reagieren und der Effekt mehrerer Frequenzen sich neutralisieren kann. Im weiteren werden Lichtstrahlen von der Haut auf komplexe Art absorbiert und umgelenkt, spezifische Effekte lassen sich dadurch nur sehr schwer erzielen – Erklärungsmodelle für Lichttherapieansätze scheitern somit fast zwangsweise an der Komplexität biologischer Systeme. Das intensive Bemühen die physikalischen und biochemischen Abläufe dennoch im Detail zu verstehen, scheint nichts desto trotz viel versprechend: Zusammen mit Medizinern hat Szabó für Allergiebehandlungen mit Lichtreizen in der Nase erste Erfolge erzielt.
Der belgische Mediziner und Professor …
Gretchenfrage, Politik »
Landauf, landab finden Kundgebungen statt, bei denen Personen ihr Bedauern über die Annahme des Minarettverbots bekunden, so auch am kommenden Samstag in Bern: Auf Facebook wird zur «Kundgebung gegen die Islamhetze» aufgerufen, die von 12 bis 15 Uhr auf dem Bundesplatz über die Bühne gehen soll. Gastredner ist der deutsche Konvertit Pierre Vogel, der sich auch Abu Hamza nennt.
Der Ex-Profi-Boxer liess sich bei den Wahhabiten in Mekka zum Prediger ausbilden und missioniert seither fleissig bei der deutschen Jugend. Er vertritt eine fundamentalistische Position, wettert gegen Homosexualität und gegen das Unterrichten von Evolutionslehre in der Schule und verlangt von Organisatoren, dass an Veranstaltungen Männer und Frauen getrennt werden.
Und er erklärt die Verschleierung der Frau zur Pflicht (siehe Video). Geradezu grotesk mutet es deshalb an, dass die Demo auch als Solidaritätsbekundung für Sura al-Shawk dienen soll, die sich das Recht erkämpfen will, beim Basketballspielen ihr Kopftuch zu tragen.
Mit gutem Grund haben in Deutschland «terre des femmes» und andere …
Gretchenfrage, Kulturelles »
Der deutsche Philosoph und Autor Michael Schmidt-Salomon liest auf Einladung der Freidenker-Vereinigung der Schweiz am 9. September um 19.30 Uhr im Zürcher Volkshaus aus seinem neuen Buch «Jenseits von Gut und Böse». Er fordert darin die Abkehr vom «Moralismus-Wahn». Grund genug für ein Interview:
Du argumentierst, dass unser moralisches Gerüst auf zwei Axiomen beruht, die «nicht wasserdicht» sind: Der Willensfreiheit, und der realen Existenz des «Guten» und des «Bösen» als absolute Kategorien. Konsequenterweise forderst Du, dass wir uns von unseren moralischen Grundprinzipien lösen. Welche gesellschaftlichen Werte sollen denn gelten?
Es gibt zwei verschiedene Formen der normativen Bewertung: Man kann eine Handlung nüchtern danach beurteilen, ob sie legitim ist, also ob sie die Interessen anderer hinreichend berücksichtigt oder nicht. Eine solche Argumentationsweise nenne ich «ethisch». Hiervon grenze ich die «moralische» ab, bei der es wesentlich darum geht, Personen nach den metaphysischen Kriterien «Gut und Böse» zu bewerten.
Während eine ethische Perspektive versucht, die Interessen aller Betroffenen in Einklang zu …
Politik »
Äusserlichkeiten sind – dies zeigt die jüngste Erfahrung – auch in der Politik ein gerne diskutiertes Thema. Grund genug, es nach dem grossen Polit-Casting erneut aufzugreifen. Doch diesmal stehen nicht die Gesichter von PolitikerInnen im Vordergrund sondern das, was sie tragen – ebenfalls ein bei den Medien beliebtes Thema.
Wie kleidet sich die politisch korrekte Frau, der politisch korrekte Mann von heute? Antworten gibt morgen eine Modeschau der Jungen Grünen. Insgesamt 15 Models präsentieren im Zürcher Helmhaus ab 14 Uhr je ein Outfit.
Zu sehen gibt es Sportliches, Abendkleider aber auch Dessous und Unterwäsche. In Zusammenarbeit mit Herstellern zeigen die Jungen Grünen, dass ökologisch und sozial nachhaltig hergestellte Kleider sexy und modisch aussehen können – und problemlos erhältlich sind.
Die Presseresonanz war bereits gross, seit der Ankündigung der Veranstaltung rennen den jungen Grünen Anbieter die Türen ein, die auch präsent sein wollen. Alles was sie für den vollen Erfolg noch brauchen, ist ein grosses Publikum. Deshalb: Nichts wie hin!
Medienmitteilung der …






