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Artikel mit dem Tag 'Verkehr'

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[20 Okt 2008 | Ein Kommentar | 590 mal angeschaut]

Es war zu erwarten: Der effektvoll inszenierte Abgang von Jörg Haider zieht Nachahmungstäter an. Bloss: Sie können ihrem Idol das Wasser nicht reichen.

Original (links): déformation professionelle, Fälschungen I & II: plumpe Blechschäden
In einem hielten sich die Nachahmungstäter streng an die Vorgaben ihres Vorbildes: Sie donnerten mit massiv übersetzter Geschwindigkeit in sorgfältig ausgesuchte Hindernisse.
Doch die Möchtegern-Doubles scheiterten nicht nur daran, ihre Fahrzeuge ähnlich kunstvoll wie Haider zu deformieren. Sie missachteten auch dessen Benimmregel: Sich selbst ohne Verletzung anderer aus dem Weg räumen. Nachahmungstäter I gelang wenigstens noch die Selbstauslöschung, doch er fuhr in Begleitung eines Beifahrers, der prompt verletzt wurde. Noch krasser gegen die Vorgaben verstiess Nachahmungstäter II: Statt sich selber aus dem Verkehr zu ziehen, verletzte er zwei unbeteiligte Fussgänger schwer.
Nachahmungsraser: So kommt Ihr unmöglich zu Ruhm und Ehre. Dies gibt vielmehr höchstens ein verschämtes Begräbnis im engsten Familienkreis beziehungsweise ein paar Jahre Führerausweisentzug und vielleicht noch eine Haftstrafe. Also lasst es einfach bleiben oder …

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[8 Okt 2008 | Noch kein Kommentar | 400 mal angeschaut]

Heute wurde die Zürcher Ausgabe der sechs Städte-Initiativen von umverkehR eingereicht – eine Woche vor dem offiziellen Ablauf der Sammelfrist und mit 7309 Unterschriften. Die Initiative will den öffentlichen und den Langsamverkehr fördern und setzt dazu verbindliche Ziele:
Der prozentuale Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen in der Stadt Zürich soll bis zehn Jahre nach Inkrafttreten [...] um mindestens 10 Prozentpunkte erhöht werden.
Die Initiative bietet also die Chance, die heutige «Restflächenverwertung» durch eine ernsthafte Veloförderung abzulösen und die Lücken beim Nahverkehr zu schliessen.
Dass die Anliegen der Initiative breit getragen werden, zeigt sich alleine schon daran, dass in den letzten Jahren keine andere Initiative mit auch nur annähernd so vielen Unterschriften eingereicht wurde. Ein einziges Mal waren’s immerhin gut 6000.

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[15 Aug 2008 | Noch kein Kommentar | 547 mal angeschaut]

Ein notorischer Raser muss für seine Verkehrsdelikte erkleckliche Bussen bezahlen: Gut 20’000 Franken kosten ihn das Überschreiten von Geschwindigkeitslimiten inner- und ausserorts um je 70km/h. In einem Fall lieferte er sich mit einem anderen Raser ein Rennen. «Was die Geschwindigkeit anbelangt, so bin ich noch unerfahren», gab er der Polizei gemäss der Neuen Luerner Zeitung zu Protokoll – und bewies so vor allem, dass er auch aus der zweiten Verurteilung nichts gelernt hat.
Auf das wirklich notwendige, dem strassenverkehrsuntauglichen Berserker die Fahrerlaubnis zu entziehen, verzichtete das Statthalteramt jedoch:
Der fehlbare Autofahrer wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er im Falle weiterer Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz – insbesondere bei einem weiteren Geschwindigkeitsexzess oder gefährlicher Fahrweise – mit der Einziehung des Fahrzeuges sowie einem Fahrverbot rechnen muss.
Der Verurteilte muss zwar am Lernprogramm «Start» (PDF) teilnehmen, aber den anderen Verkehrsteilnehmern wäre wohl mehr gedient, wenn er zu Fuss an die Sitzungen müsste.

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[3 Jun 2008 | Noch kein Kommentar | 277 mal angeschaut]

Endlich, endlich wirkt die unsichtbare Hand des Marktes: Stadtpanzer finden keinen Absatz mehr, lässt uns soeben die NZZ wissen:
Der grösste Autobauer in den USA will vier Werke für die Produktion von Pickups und Geländewagen in den USA, Kanada und Mexiko schliessen. Auch dem legendären Geländewagen Hummer droht das Aus, wie GM-Chef Rick Wagoner am Dienstag in Wilmington im US-Staat Delaware erklärte. Zugleich beschloss der Opel-Mutterkonzern die Produktion eines neuen kleinen Chevrolets in einem Werk in Ohio und des Elektroautos Chevy Volt in Detroit.
In der Schweiz scheint der Leidensdruck trotz beträchtlich höherer Benzinpreise als in Amerika noch nicht gross genug für dieselbe Trendwende zu sein. Aber wenn die überflüssigen Fahrzeugmodelle gar nicht mehr produziert werden, kommen sie auch bei uns nicht mehr auf die Strasse. Was will man mehr?

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[3 Jun 2008 | Ein Kommentar | 563 mal angeschaut]

Die Stadt Zürich braucht Leitplanken für eine umweltfreundlichere Politik. Dies bekräftigten die Grünen vor zweieinhalb Jahren bei der Lancierung der kommunalen Volksinitiative «Umweltschutz konkret». In einem Zweckartikel sollte die Stadt verpflichtet werden, Sorge zu den natürlichen Lebensgrundlagen zu tragen. Um die Energiewende zu beschleunigen, verlangte die Initiative zudem den künftigen Verzicht auf den Bezug von Atomstrom und den Abstoss der städtischen Atomkraftwerkbeteiligungen.
Einstieg in den Atomaausstieg
Die Initiative wird nun zurückgezogen, wie ihre Urheber heute mitteilen. Nicht, dass die Umweltprobleme gelöst wären. Aber der stadträtliche Gegenvorschlag deckt sich weitgehend mit den energiepolitischen Forderungen der Initiative. Das Erreichen der 2000-Watt-Gesellschaft ist als verbindliches Ziel definiert und der Atomausstieg geschieht gestaffelt im Rahmen auslaufender Verträge innert zwanzig Jahren. Die zuständige Gemeinderatskommission beschloss zusätzlich, 2050 als Ziel für die Reduktion des CO2-Ausstosses auf eine Tonne pro Kopf und Jahr festzulegen.
Der breite Konsens in der Kommission – neben den Grünen stimmten auch SP, CVP und FDP für die Vorlage – lässt erahnen, …

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[18 Mai 2008 | 2 Kommentare | 524 mal angeschaut]

«Restflächenverwertung» – mit einem einzigen Wort bringt Pete Mijnssen, Redaktor und Herausgeber des «velojournals» die Velopolitik der Stadt Zürich in einem Beitrag für den «Tages-Anzeiger» auf den Punkt. Der Veloanteil an Gesamtverkehr ist in Zürich mit 4.1 Prozent erbärmlich klein – von 2000 bis 2005 ging er sogar um einen haben Prozentpunkt zurück.
Es gibt – trotz rotgrüner Mehrheit in der Exekutive – keine koordinierte Velopolitik, selbst bei aktuellen Neugestaltungen von Verkehrsflächen wird gewurstelt. Der ehemalige Velobeauftragte der Stadt Zürich, Frans de Baan, bemängelt, dass Stadt und Kanton Zürich nicht an einem Strick ziehen. Auf nationaler Ebene geschieht schon gar nichts. Dies obwohl auch der Bund gemerkt hat, dass Kinder und Jugendliche immer weniger aufs Velo steigen. Ganz ander Österreich: Dort will die Regierung in den nächsten fünf Jahren 360 Millionen Euro in den Radverkehr investieren (s. PDF) – nicht zuletzt, um durch eine teilweise Umlagerung des Autoverkehrs die Kyoto-Ziele zu erreichen.
Der stadtzürcherischen Exekutive Beine machen kann man vorerst durch …

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[25 Apr 2008 | Noch kein Kommentar | 539 mal angeschaut]

Eigentlich wäre es Sache des Regierungsrates, für adäquate Verkehrsinfrastruktur zu sorgen. Da aber das Gremium aber eher verwalten als vorsehen will, wurde unter Federführung des VCS die kantonalzürcherische Volksinitiative Schienen für Zürich lanciert.
Wer hin und wieder im Zug zwischen Zürich und Winterthur unterwegs ist, hat es sicher schon selbst bemerkt: Die Strecke ist ein Nadelöhr, Kompositionen fahren in Effretikon fast immer mit stark reduziertem Tempo. Das Trassee wird von der S12 benutzt, ist aber zeitgleich Teil der West-Ost-Hauptachse für den Langstrecken- und den Güterverkehr. Gerade im S-Bahn-Verkehr ist in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum zu erwarten, die heutige Infrastruktur kann die zusätzliche Nachfrage aber definitiv nicht mehr aufnehmen.
Mittels Volksabstimmung soll deshalb ein Rahmenkredit von 520 Millionen Franken für die Erweiterung der Strecke Hürleistein bei Effretikon bis Winterthur von zwei auf vier Gleise bewilligt werden. Ein Teil dieser Summe dürfte nachträglich über Bundesbeiträge mitfinanziert werden. Zum Vergleich: Zwei neue Autobahnspuren würden 1.6 Milliarden Franken kosten – …

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[21 Apr 2008 | Kommentare deaktiviert | 333 mal angeschaut]

Vor einem Jahr hatten in Budapest 50’000 Velofahrer für eine andere Verkehrspolitik demonstriert (Video) – offenbar war der politische Erfolg noch nicht ausreichend. Zum gestrigen zum Critical Mass-Tag fanden sich nun 80’000 Radfahrer ein!

Quelle
Auch am world carfree day am vergangenen 22. September waren in der ungarischen Hauptstadt Zehntausende auf der Strasse.
In der Stadt Zürich, die jeweils nur an einem Sonntag den vergleichsweise lauen Multimobiltag dulden will, stagniert der Zweiradverkehr seit Jahren. Neben der Städte-Initiative braucht’s deshalb dringend mehr Druck von der Strasse. Es scheint, dass wir von den Ungarn einiges lernen können, gerade auch was die Vielfalt der Darbietungen anbelangt
Critical Mass? You bet! (Budapest, 22. April 2007)

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[17 Apr 2008 | Noch kein Kommentar | 537 mal angeschaut]

«Heute aktuell: Städte-Initiative Zürich» – passender hätte die Werbetafel beim von umverkehR in Wiedikon inszenierten «Strassencafé» kaum sein können.

Dank der Städteinitiative schon bald eine neue Kulisse für Wiedikon? (Bild: Luc Georgi)
Die Lancierung der neuen Volksinitiative, welche in der Stadt Zürich den öffentlichen und den Langsamverkehr fördern will und dazu verbindliche Ziele setzt, scheint dringend nötig: Gemäss Mikrozensus des Bundes ist der Veloverkehr in Zürich leicht rückläufig und prozentual bilden die Radfahrer in anderen Städten einen höheren Anteil der Verkehrsteilnehmer. Und es ist spätestens seit einer heute veröffentlichten Studie der ZKB klar, dass ohne Road Pricing die Stadt im Stau erstickt.
Die offizielle Politik reagiert angesichts der Misere nur zögerlich. Deshalb: Die Initiative runterladen und rasch unterschreiben (PDF – eingeschickt werden muss nur die Seite 2).

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[4 Apr 2008 | Noch kein Kommentar | 301 mal angeschaut]

Ken Livingstone, Erfinder des Londoner Road-Pricing, möchte Bürgermeister seiner Wohnstadt bleiben. Als «Red Ken» gewann er die Wahlen in den 1980er Jahren spielend, bis Pinochet-Freundin Thatcher das Lokalparlament abschaffte. Auch im Jahr 2000, als das Amt wieder eingeführt wurde, liess er die Kandidaten von Konservativen, Labour und Liberaldemokraten deutlich hinter sich und nahm sein altes Amt wieder ein. Auch 2004, diesmal als Labour-Kandidat, verteidigte er seinen Spitzenplatz ohne grössere Probleme. Ob ihm dies am 1. Mai noch einmal gelingt, ist unklar, sein konservativer Herausforderer Boris Johnson liegt gemäss eineraktuellen Umfrage knapp vorn.
Entscheidend dürften die Zweitstimmen werden, nicht zuletzt diejenigen der Grünen, die mit der 33-jährigen Metallurgin Siân Berry unter den zehn Kandidierenden die einzige Frau und die einzige Person unter 40 Jahren stellen. Berry ruft dazu auf, Livingstone als «2nd choice» anzukreuzen. Doch Johnson hat sich was neues einfallen lassen, um zu Erst- und Zweitstimmen zu kommen: Er hat eben zugegeben, in seiner Jugend gekokst zu haben. Das dürfte …