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Artikel mit dem Tag 'Zürich'

In eigener Sache, Politik »

[17 Okt 2011 | Ein Kommentar | 729 mal angeschaut]
Roger Köppel als Wahlkampfhelfer für die Konfessionslosen im Einsatz

Roger Köppel, stolzer «Besitzer» des einzigen Nicht-Mainstream-Mediums der Schweiz, war gestern netterweise als Wahlkampfhelfer für die Konfessionslosen und die Piraten im Einsatz.
Köppel war Studiogast bei Giacobbo Müller und selbstredend drehte sich das Gespräch vorwiegend um die eidgenössischen Wahlen. Seine Gastgeber wollten von ihm hören, dass er SVP wählen würde, was er auch freimütig zugab. Doch dann drehte Köppel den Spiess um und fragte Viktor Giacobbo und Mike Müller, wen sie wählen würden. Beide beriefen sich auf ihre Smartvote-Auswertung und sorgten ebenfalls für Transparenz:
Bei Giacobbo sind die Konfessionslosen zuoberst, an zweiter Stelle folgen die Piraten. Bei Mike Müller haben die beiden Listen die Plätze getauscht.
Geht wählen! Spätestens morgen Mittwoch muss das Wahlcouvert eingeschickt werden, sonst bleibt nur der Gang zur Urne.

Politik »

[10 Okt 2011 | 2 Kommentare | 732 mal angeschaut]
Wer ist hier liberal?

Eine politische Gruppierung, die sich mit dem Etikett «liberal» schmückt, steht klar für eine liberale Gesellschaft ein und ist zurückhaltend beim Rufen nach Repression. So wird es doch sein, oder? Oder?

Dank Smartvote ist der politische Lackmustest einfach zu erstellen: denn «liberale Gesellschaft» und «Law & Order» sind beides Achsen der Smartvote-Spinnen – eine liberale Gruppierung müsste also bei der Achse oben links einen hohen und bei der Achse unten rechts einen tiefen Wert aufweisen, so wie dies bei den abgebildeten Konfessionslosen der Fall ist.
Die Realität sieht aber anders aus: Die gesellschaftsliberalsten Zürcher Parteien, die bereits im Nationalrat vertreten sind, sind SP und Grüne. Immerhin: mit nur kurzem Abstand folgen die Parteien, die dem Namen nach die höchsten Werte erreichen sollten: Grünliberale und FDP. Die religiöse Mitte und die SVP kommen allesamt auf weniger als die halbe Punktzahl.
Bei Law & Order sind die Unterschiede noch deutlicher: Wenig auf Verbotskultur setzen SP und Grüne, die Grünliberalen zeigen …

Gretchenfrage, Politik »

[10 Jul 2011 | 5 Kommentare | 1.351 mal angeschaut]
Jeder zweite Franken an Firmenkirchensteuern kommt von einem Zürcher Unternehmen

Das Wort zum Sonntag

265.1 Millionen Franken an Steuern zugunsten der reformierten und der römisch-katholischen Kirche wurden im Jahr 2007 bei Schweizer Unternehmen eingezogen1. 47.4% dieses Totalbeitrags oder 125.6 Millionen Franken leisteten Firmen aus dem Kanton Zürich, 14.3% (CHF 37.8 Mio) trugen Berner Unternehmen bei, aus Zug kamen 9.4% (CHF 25 Mio), aus Luzern 6.1% (CHF 16.1 Mio) und aus Graubünden 5.7% (CHF 15.2 Mio).

Fast jeder zweite Kirchensteuerfranken von Unternehmen kommt also aus dem Kanton Zürich. Deshalb ist es besonders angezeigt, in Zürich den Stein ins Rollen zu bringen und dieses rechtsstaatliche Ärgernis abzuschaffen.

Gretchenfrage, Politik, Wirtschaft »

[7 Jul 2011 | 7 Kommentare | 1.313 mal angeschaut]
Kirchensteuer: Gratulation zur Initiative, Jungfreisinnige, aber…

Kirchensteuern für juristische Personen sind ein rechtsstaatliches Unding. Juristische Personen gehören – ausser es handelt sich um kirchliche Tochtergesellschaften – keiner Religionsgemeinschaft an. Und auch deren Inhaber und Mitarbeiter sind oftmals konfessionsfrei. Mehrere Kantone zeigen, dass es bestens ohne Kirchensteuern für juristische Personen geht:
Aus diesen Gründen liebäugeln im Kanton Zürich diverse Personen und Organisationen mit einer Initiative zur Abschaffung der Kirchensteuern. Die Jungfreisinnigen kündigen nun an, zur Tat schreiten zu wollen. Dazu ist ihnen zu gratulieren!
Allerdings ist zu wünschen, dass die Initiative wirklich mit dem Ziel lanciert wird, die Abstimmung tatsächlich zu gewinnen. Die Abschaffung muss – wenn man diese wirklich zum Ziel hat – deshalb in einer Form angepackt werden, die auch im rotgrünen Milieu Zuspruch findet. Einen guten Ansatz hat Marc Wäckerlin von den Piraten vorgeschlagen: Über zehn Jahre hinweg wird die Kirchensteuer Jahr für Jahr um ein Zehntel reduziert. Gleichzeitig wird die Staatssteuer für Firmen um die Hälfte dieses Betrags (Spielvariante: ein Drittel) erhöht. …

Politik, Wissenschaft »

[5 Feb 2011 | 5 Kommentare | 2.125 mal angeschaut]
70 Gruppen in 25 Ländern, eine Botschaft: Homöopathie – nichts drin, nichts dran

Zehn hoch 23. Diese Zahl steht dieses Wochenende im Zentrum einer Kampagne, die aufzeigen will, dass an der Homöopathie nichts drin, nichts dran ist. Denn ab einer Verdünnung von1 zu 1023 lässt sich mit grösster Wahrscheinlichkeit kein einziges Molekül der Ursprungssubstanz ausmachen.
Eine Verdünnung von 1 zu 1030 entspricht dem Verhältnis eines Wassertropfens auf das 50-fache des Erdvolumens – stellt aber eine handelsübliche homöopathische «Potentierung» dar.

Derart bis zum Nichts verdünnt lassen sich Giftstoffe wie Strychnin jedoch bedenkenlos gleich fläschchenweise runterkippen. Genau dies taten heute gegen 20 Aktivistinnen und Aktivisten der Freidenker auf dem Zürcher Paradeplatz – Wirkungen wie Nebenwirkungen blieben aus. (Homöopathen empfehlen, vom verwendeten Nux Vomica D30 maximal fünf Globuli einzunehmen.) In insgesamt rund 70 Städten in zwei Dutzend Ländern organisierten lokale Gruppen ähnliche Durchführungen des 10:23 Challenge. Den Abschluss bildet morgen die gemeinsame Einnahme einer Überdosis Glaubuli der 300 Teilnehmer der QED-Konferenz im Englischen Manchester.
Über die Aktion auf dem Paradeplatz berichtete Teletop:

In eigener Sache, Politik »

[4 Feb 2011 | 6 Kommentare | 1.816 mal angeschaut]
Zürcher Anlauf für das Ausländerstimmrecht – die Initiative für mehr Demokratie

Die heute lancierte «Initiative für mehr Demokratie» will erreichen, dass der Kanton Zürich mit Appenzell Ausserrhoden gleichzieht: Die Gemeinden sollen die Möglichkeit haben, Ausländerinnen und Ausländern auf kommunaler Ebene die politischen Rechte zu erteilen. Diese könnten dann an lokalen Wahlen, Abstimmungen und Gemeindeversammlungen teilnehmen und kommunale Initiativen und Referenden unterschreiben.
Die Initiative setzt bewusst hohe – im Vergleich zu den Regelungen der EU ungebührlich hohe – Hürden. Das Recht gilt nur für Personen, die «seit mindestens 10 Jahren in der Schweiz leben und seit mindestens 3 Jahren ununterbrochen in der Gemeinde wohnen und die es persönlich beantragen».
Nach Annahme der Initiative auf kantonaler Ebene kann die Gemeindeversammlung oder das Parlament einer Gemeinde die Einführung beschliessen. Das ist, zugegeben, ein langwieriger Prozess, aber der einzige, der politisch eine Chance hat.
Die Initiative soll das Thema entkrampfen und unterschiedliche Geschwindigkeiten zulassen. Der gewählte Ansatz fördert die Integration soll auch den Anreiz erhöhen, die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erwerben, um nach gemachter …

Gretchenfrage »

[27 Sep 2010 | 18 Kommentare | 2.794 mal angeschaut]
Schöpfungsmythen im Biologieunterricht: schwere Schlappe für EDU und EVP

13 Ja-Stimmen, 134 Nein und 12 Enthaltungen – deutlicher hätte heute der Zürcher Kantonsrat dem Anliegen religiöser Fundamentalisten, christliche Schöpfungsmythen in den Biologieunterricht aufzunehmen, kaum eine Abfuhr erteilen können.
Nebst den Initianten des Postulates aus den Reihen der EDU stimmten dem Anliegen nur Vertreter der EVP und eine Handvoll SVP-Mitglieder zu. Die klare Aussage des SVP-Sprechers Matthias Hauser, dass es keine wissenschaftliche Kontroverse um die Evolutionstheorie gebe und dass der Denkplatz Zürich auf qualitativ hochstehenden Naturwissenschaftsunterricht angewiesen sei, machte aber klar, dass ihre eigene «Fischli-Fraktion» diesmal ohne Einfluss war – eine angenehme Überraschung, da sich die Fraktion noch im Januar mehrheitlich für die Gültigerklärung der unumsetzbaren Sterbehilfeverbot-Initiative der EDU ausgesprochen hatte. Kein Verständnis für das Anliegen zeigte auch die einzig andere religiös ausgerichtete Partei, die CVP: Der bekennende Christ Patrick Hächler ging mit den Urhebern des Postulats hart ins Gericht und warf ihnen vor, mit der versuchten Gleichstellung von Mythen und wissenschaftlicher Erkenntnis Äpfel und Gurken …

Politik »

[11 Jun 2010 | 2 Kommentare | 1.271 mal angeschaut]
Echo aus der Zürcher Bevölkerung: Das Kongresshaus nach Oerlikon!

Die Blutauffrischung im Zürcher Stadtrat macht sich bemerkbar: Stadtpräsidentin Corine Mauch und der neue Hochbauvorstand André Odermatt liessen gestern die Bevölkerung an der Planung des neuen Kongresshausstandortes teilhaben. Diese bedankte sich mit dem Vorschlag, die Standortwahl noch einmal auszuweiten.
«Echoraum» wurde der Anlass genannt – und das Einholen des Echos bildete denn auch nach den Einführungsvoten den Hauptteil des Abends. In je drei Gesprächsrunden setzten sich die insgesamt rund 120 Teilnehmenden zu viert bis sechst an Tische und tauschten sich über die von der Stadt evaluierten Standorte aus: das Areal an der Geroldstrasse, den Carparkplatz vis-à-vis dem Hauptbahnhof, das Seeufer in der Enge und das Kasernenareal. Anschliessend wurden die so gesammelten Erkenntnisse, Befindlichkeiten und Empfehlungen an den Stadtrat wurden in einer gemeinsamen Schlussrunde vorgetragen. Von den vier Standorten schwang das Gebiet Geroldstrasse am Abend klar obenaus, wenn auch Quartiervertreter eine Beschleunigung der Veredelung des Quartiers als bedeutendes Risiko ansehen. Erstaunlich wenig wurde zum Kasernenareal verlaubart, offenbar gilt …

Kulturelles, Wissenschaft »

[27 Feb 2010 | 3 Kommentare | 2.483 mal angeschaut]
[update] Vorankündigung: The Amazing Meeting Zürich, September 2011

Der wohl grösste und bekannteste Skeptikerkongress kommt nach Zürich!

Politik »

[26 Feb 2010 | Ein Kommentar | 1.820 mal angeschaut]
Mitbestimmen!

2006 lag die Wahlbeteiligung bei den unter 30-Jährigen bei nur 18%. Die Mitbestimmen-Kampagne will dies ändern. Geht wählen!