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	<title>Kommentare zu: Wissenschaftliches</title>
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	<description>Save our planet - it&#039;s the only one with chocolate</description>
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		<title>Von: Jan Burse</title>
		<link>http://kyriacou.ch/wissenschaftliches/comment-page-1/#comment-1158</link>
		<dc:creator>Jan Burse</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 14:15:11 +0000</pubDate>
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		<description>Hoi Zusammen

Auch Magie arbeitet mit Kausalität, und Kausalität ist genauso ein Glaube wie Religion und Wissenschaft. In Frazer(*) sieht man z.B. schön erklärt den Glaube an Berührung als Kausalität, welcher heute z.B. in gewissen esoterischen Religionen als &quot;Aberglaube&quot; an Berührungen durch den Meister weiter lebt, oder in der Wissenschaft z.B. bei gewissen Krankheiten &quot;belegt&quot; ist.

Mich überzeugt eine unkritische Haltung gegenüber Wissenschaft und eine kirtische Haltung gegenüber allem anderen nicht. Die durch Wissenschaft beglaubigte Kausalität steht oft auf sehr wackeligen Füssen wie sich immer wieder zeigt. Trotz mathematischer Auswertungsmethoden und systematischen Experimenten handelt es sich bei den gewonnen Kausalitäten halt nur um Plausibilitäten, und mehr nicht. Diese Plausibilitäten können sehr schnell ins wanken geraten (**).

(*)
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Golden_Bough

(**)
http://www.newyorker.com/reporting/2010/12/13/101213fa_fact_lehrer</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hoi Zusammen</p>
<p>Auch Magie arbeitet mit Kausalität, und Kausalität ist genauso ein Glaube wie Religion und Wissenschaft. In Frazer(*) sieht man z.B. schön erklärt den Glaube an Berührung als Kausalität, welcher heute z.B. in gewissen esoterischen Religionen als &#8220;Aberglaube&#8221; an Berührungen durch den Meister weiter lebt, oder in der Wissenschaft z.B. bei gewissen Krankheiten &#8220;belegt&#8221; ist.</p>
<p>Mich überzeugt eine unkritische Haltung gegenüber Wissenschaft und eine kirtische Haltung gegenüber allem anderen nicht. Die durch Wissenschaft beglaubigte Kausalität steht oft auf sehr wackeligen Füssen wie sich immer wieder zeigt. Trotz mathematischer Auswertungsmethoden und systematischen Experimenten handelt es sich bei den gewonnen Kausalitäten halt nur um Plausibilitäten, und mehr nicht. Diese Plausibilitäten können sehr schnell ins wanken geraten (**).</p>
<p>(*)<br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Golden_Bough" rel="nofollow">http://en.wikipedia.org/wiki/The_Golden_Bough</a></p>
<p>(**)<br />
<a href="http://www.newyorker.com/reporting/2010/12/13/101213fa_fact_lehrer" rel="nofollow">http://www.newyorker.com/reporting/2010/12/13/101213fa_fact_lehrer</a></p>
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		<title>Von: Walter Hehl</title>
		<link>http://kyriacou.ch/wissenschaftliches/comment-page-1/#comment-706</link>
		<dc:creator>Walter Hehl</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 10:25:05 +0000</pubDate>
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		<description>Eine Beobachtung zur Bedenkenlosigkeit, mit der Behauptungen als möglich oder wahr genommen werden: Es ist der Einfluss der Erziehung. Ich habe schon häufig hartrational denkende, intelligente junge Manager gesehen, die trotzdem bedenkenlos an Pseudoeffekte glauben (und die zwar wirtschaftliche Ausbildung und wirtschaftliches Denken haben, aber keinerlei naturwissenschaftliches Verständnis). Durch Übung kann man die Unterschiede zwischen  kein Zusammenhang - Korrelation - Kausalität besser verstehen. Zum Beispiel wird dann direkt (oder wenigstens vague) klar, dass die behauptete Aussage - etwa Astrologie oder Homöopathie mit wahnsinnigen Verdünnungen - eine radikale Erweiterung oder gar Verletzung vieler Naturgesetze bedeuten würde! In den Zeiten des Internets erscheint mir diese Fähigkeit -  den Wahrheitsgehalt einer Information einschätzen zu können - sogar eines der wichtigsten Ziele der Erziehung zu sein. Wenn jemand dann dennoch an Wunder glaubt, weiss er oder sie wenigstens, dass dies eine nichttriviale Behauptng ist!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Beobachtung zur Bedenkenlosigkeit, mit der Behauptungen als möglich oder wahr genommen werden: Es ist der Einfluss der Erziehung. Ich habe schon häufig hartrational denkende, intelligente junge Manager gesehen, die trotzdem bedenkenlos an Pseudoeffekte glauben (und die zwar wirtschaftliche Ausbildung und wirtschaftliches Denken haben, aber keinerlei naturwissenschaftliches Verständnis). Durch Übung kann man die Unterschiede zwischen  kein Zusammenhang &#8211; Korrelation &#8211; Kausalität besser verstehen. Zum Beispiel wird dann direkt (oder wenigstens vague) klar, dass die behauptete Aussage &#8211; etwa Astrologie oder Homöopathie mit wahnsinnigen Verdünnungen &#8211; eine radikale Erweiterung oder gar Verletzung vieler Naturgesetze bedeuten würde! In den Zeiten des Internets erscheint mir diese Fähigkeit &#8211;  den Wahrheitsgehalt einer Information einschätzen zu können &#8211; sogar eines der wichtigsten Ziele der Erziehung zu sein. Wenn jemand dann dennoch an Wunder glaubt, weiss er oder sie wenigstens, dass dies eine nichttriviale Behauptng ist!</p>
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		<title>Von: Thys Flueler</title>
		<link>http://kyriacou.ch/wissenschaftliches/comment-page-1/#comment-410</link>
		<dc:creator>Thys Flueler</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 13:13:21 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe den Eindruck, dass die meisten Denksysteme des Menschen eine gewisse Immanenz haben. Im Mittelalter waren die Menschen zweifellos von der Existenz von Gott, Hexen und der Erde als Scheibe überzeugt -es war ihnen gar nicht möglich in anderen Kategorien zu denken. So gesehen dachten aus damaliger Sicht eher diejenigen &quot;magisch&quot; die nicht an diese Dinge glaubten. So gesehen hat &quot;magisch&quot; wohl eher etwas mit &quot;unkonventionell&quot; als mit &quot;kreativ&quot; zu tun.

&quot;Kreativität&quot; ist für mich (aus heutiger Sicht) eher die Fähigkeit Zusammenhänge zwischen auf den ersten Blick nicht zusammengehörigen Dingen stiften oder bilden zu können. Das muss mit &quot;Magie&quot; nichts zu tun haben.

&quot;Magisches&quot; Denken ist zweifellos genetisch determiniert. ich kann mir vorstellen, dass es im Denken eine (möglicherweise lebenswichtige) Interpolationsfunktion hat. Das zeigt sich zum Beispiel in der Erinnerungsleistung, oder in der Art wie wir ein Bild erkennen (Gestaltpsychologie).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Eindruck, dass die meisten Denksysteme des Menschen eine gewisse Immanenz haben. Im Mittelalter waren die Menschen zweifellos von der Existenz von Gott, Hexen und der Erde als Scheibe überzeugt -es war ihnen gar nicht möglich in anderen Kategorien zu denken. So gesehen dachten aus damaliger Sicht eher diejenigen &#8220;magisch&#8221; die nicht an diese Dinge glaubten. So gesehen hat &#8220;magisch&#8221; wohl eher etwas mit &#8220;unkonventionell&#8221; als mit &#8220;kreativ&#8221; zu tun.</p>
<p>&#8220;Kreativität&#8221; ist für mich (aus heutiger Sicht) eher die Fähigkeit Zusammenhänge zwischen auf den ersten Blick nicht zusammengehörigen Dingen stiften oder bilden zu können. Das muss mit &#8220;Magie&#8221; nichts zu tun haben.</p>
<p>&#8220;Magisches&#8221; Denken ist zweifellos genetisch determiniert. ich kann mir vorstellen, dass es im Denken eine (möglicherweise lebenswichtige) Interpolationsfunktion hat. Das zeigt sich zum Beispiel in der Erinnerungsleistung, oder in der Art wie wir ein Bild erkennen (Gestaltpsychologie).</p>
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